Visitenkarte Lebenslauf

Der Lebenslauf ist eines der wichtigsten Instrumente am Weg zu deinem beruflichen Ziel. Meistens ist er der erste Kontaktpunkt mit einer Firma – dein „Auftreten“ bleibt also in Erinnerung. Dein CV  sollte daher einiges können: Aufmerksamkeit & Neugierde erzeugen (zum Weiterlesen), deine Kompetenzen und Erfahrungen auf den Punkt bringen (=dein USP) und natürlich: den Wunsch erwecken, dich auch persönlich kennenlernen zu wollen.

Dein Reiseziel bestimmt, was du an Gepäck benötigst

Stell dir vor, du bist auf einer Wanderung (= der Bewerbungsweg). Du hast einen gut gefüllten Wanderrucksack (= deine Biographie)
und kannst nun – je nach Station auf deiner Unternehmung – gezielt aus diesem Rucksack holen, was für die jeweilige Tour 
(= Stellenausschreibung) gefragt ist.

Der CV gibt einen gut strukturierten Gesamtüberblick über deinen Erfahrungshorizont. Neben der Darstellung des Ausbildungshintergrunds und der Berufserfahrungen solltest du auch individuelle Kompetenzen und Fähigkeiten sichtbar machen.

Im Motivationsschreiben weist du – gezielt auf die jeweilige Stellenausschreibung – auf die wichtigsten Erfahrungen hin und verknüpfst sie mit der Position. So kannst du bei einer Bewerbung beispielsweise deine statistischen Methodenkenntnisse hervorheben – bei einer anderen deine empathischen Fähigkeiten. In jedem Fall gilt: vergiss nicht zu erklären, wann und wo genau du deine Fähigkeiten vertieft bzw. praktisch angewendet hast. Zeige also je nach Reiseziel, was du im Gepäck hast!

Die Qual der Wahl

Wenn du vor dem leeren Blatt brütest und nicht recht weißt, wie du deinen Lebenslauf beginnen sollst: Das ist ganz normal.
Es gibt keine strikten Regeln, wie der CV am besten zu gestalten ist. Wir stellen dir im Folgenden vier Arten vor, die du je nach deiner Ausgangslage wählen kannst:

  • Tabellarischer Lebenslauf: beschreibt deinen Werdegang in lückenloser Form mit einem zweispaltigen Aufbau. Achte dabei auf die umgekehrt-chronologische Reihenfolge (das Aktuellste zuerst) und eine gute Struktur, um die Lesbarkeit zu gewährleisten.
     
  • Skill-based Lebenslauf: stellt deine Fähigkeiten und Erfolge in den Vordergrund, und nicht die exakte zeitliche Reihung deiner Erfahrungen. Dieses Format eignet sich z.B. bei  einem Branchenwechsel, einer Umorientierung oder größeren Lücken im Lebenslauf.
     
  • Wissenschaftlicher Lebenslauf: setzt den Fokus auf die Forschungs- und Lehrerfahrung, Publikationen, Stipendien, Auszeichnungen, Teilnahme an Konferenzen und Präsentationen. Auch die Angabe von 2-3 Referenzpersonen ist empfehlenswert.
     
  • Infografik: zeigt die visuelle Darstellung deiner beruflichen Laufbahn. Diese Form eignet sich zur Präsentation kreativer Skills, aber auch zur besseren Veranschaulichung deiner bisherigen Stationen. Er ist besonders geeignet für visuelle Typen und Jobs mit graphischen Anforderungen.
     
Was ist das Richtige für mich?

Du siehst also, dein Lebenslauf kann viele Formen haben. Die Entscheidung, welche passt, hängt von deinem Ziel ab. Frage Dich daher: Wie lautet deine Message? Wo liegt der Schwerpunkt in deiner Bewerbung? Was soll die Firma von dir in Erinnerung behalten? 

Es gibt eine Vielzahl an Websites, um sich über Bewerbungsunterlagen und Do´s und Don´ts zu informieren. Den eigenen Stil zu finden wird in der Fülle an Möglichkeiten nicht unbedingt leichter. Eine Anpassung an deine Persönlichkeit, sowie die angestrebte Position und Firma sollte trotzdem nicht zu kurz kommen - nur so kann auch für den/die Personalist/in klar werden: There´s a match!  

Zur erfolgreichen Erstellung deiner Unterlagen lies dir unsere 5  Schritte zu einem wirkungsvollen Lebenslauf durch.

Um deine für die Position relevanten Kompetenzen und Erfahrungen im CV hervorzuheben, brauchst du zunächst einen Überblick: Was hast du in den letzten Jahren dazugelernt, erfolgreich gemeistert und auf die Beine gestellt? Sei nicht zu bescheiden, wenn es um deine Erfahrungen geht, sondern frage dich dabei: Wodurch hab' ich das geschafft? Welche Fähigkeiten waren dabei förderlich? Vergiss nicht, dass du auch auf deinen Erfahrungsschatz bei Praktika, ehrenamtlichen Tätigkeiten, Hobbies, Auslandsaufenthalten etc. zurückgreifen kannst!

Eine Branchenrecherche kann dabei helfen, das Matching zwischen dir und dem Unternehmen sichtbarer zu machen. Welche Anforderungen stellt die Branche? Welche Fähigkeiten sollen mitgebracht werden? Welche Schlüsselwörter fallen immer wieder?
Lies die Stellenanzeigen der Firmen sorgsam und versuche wichtige Begriffe, wenn passend, in deinen Lebenslauf einzubauen. Webseite, Facebook-Profil und Instagram-Kanal bringen dir die Kommunikationskultur deines Wunsch-Arbeitgebers näher.

Der erste Blick im CV fällt auf dein Portraitfoto – im besten Fall beim Profi entwickelt. Aber auch das Design, die professionelle Gestaltung und die gute Strukturierung deines CVs tragen zum ersten Eindruck bei. Und der bestimmt auch, wie der wichtigste Teil deines CVs gesehen wird: der Inhalt!

Wie bei einem Bewerbungsgespräch gilt auch hier: Warte nicht, bis du auf die wichtigsten Erfahrungen/ Kompetenzen angesprochen wirst, sondern bringe sie selbst ausreichend zur Geltung!
Dein Lebenslauf sollte auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet sein, das auch die Reihenfolge und Betonung einzelner Punkte bestimmt. Ein allgemeines Exemplar für alle Bewerbungen wird daher nicht ausreichen. Frag dich deshalb bei jeder Bewerbung: Was sollte der/die Personalistin auf keinen Fall übersehen?

Vier Augen sehen mehr als zwei. Damit unnötige Rechtschreib- oder Flüchtigkeitsfehler nicht zu einer frühzeitigen Absage führen, bitte eine Person deines Vertrauens um einen Gegencheck. Hole auch zusätzliches Feedback ein: Kommen deine wichtigsten Erfahrungen und Stärken für die Position zur Geltung? Welchen Eindruck vermittelt dein CV insgesamt?

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Kein/e Meister/in ist vom Himmel gefallen – nimm dir etwas Zeit, deine richtige Vorlage zu finden, an der du basteln kannst.
Dafür stellen wir dir ein paar Links zu CV-Vorlagen zur Verfügung, die wir selbst getestet haben.

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  • Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet
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