„AbsolventInnen, die mit Daten umgehen können, werden am Arbeitsmarkt gebraucht“

Brunch & Pitch für SoziologInnen

Die Vernetzung von Studierenden mit fachspezifischen Unternehmen am Arbeitsmarkt steht im Fokus von „Brunch & Pitch“. Bei der Premiere von Uniports neuem Netzwerk-Event am 29. November bekamen erstmals Soziologie-Studierende die Möglichkeit, sich direkt an ihrer Fakultät mit potentiellen ArbeitgeberInnen zu vernetzen.

Auf den Punkt gebracht

Sieben junge SoziologInnen präsentierten in 3-minütigen Pitches ihre Master-Forschungsthemen vor Branchen-ExpertInnen, die Feedback und Einblick in Berufsbilder ihrer Institutionen gaben. Darunter Michael Nitsche (Geschäftsführer vom Österreichischen Gallup Institut), Eva Zeglovits (Geschäftsführerin von IFES Institut für Empirische Sozialforschung), Martin Unger (Head of Research Group Higher Education vom IHS Institut für Höhere Studien) und Josef Kytir (Direktor Bevölkerung von der Statistik Austria).

Die Themenvielfalt der Masterbeiten war vielfältig: von Verliebtheit bis zum Essverhalten bei Jugendlichen, der Identitären Bewegung und Armut in Österreich, über Chick-Lit bis hin zum Klimawandel. Gelobt wurden die PitcherInnen vor allem für „das auf den Punkt bringen“ eines komplexen Sachverhalts in nur 3 Minuten. In der Praxis fehle es oft an dieser Kürze, so der allgemeine Tenor der ArbeitgeberInnen: „Solche Präsentationen würden wir uns bei internationalen Kongressen wünschen!“


Bereit für die „echte“ Welt

In ihren einleitenden Worten betonte Christa Schnabl, Vizerektorin der Universität Wien, die Wichtigkeit, dass Studierende schon während ihres Studiums mit der Arbeitswelt in Berührung kommen. Mit dem neuen Veranstaltungsformat Brunch & Pitch wird das ermöglicht.

Im Gespräch mit ArbeitgeberInnen

Im Anschluss an die Pitches der Studierenden standen die ExpertInnen für Fragen zur Verfügung. Wie gut kann ein Studium der Soziologie auf die Berufswelt vorbereiten? Hier waren sich die ArbeitgeberInnen einig: die Methoden-Kenntnisse der AbsolventInnen vom Institut für Soziologie sind besonders gut. Uni Wien SoziologInnen werden gerne aufgenommen und kommen nicht selten auch in führende Positionen. Auslandsaufenthalte sprechen für ein offenes Wesen und verhandlungssicheres Englisch ist Voraussetzung für internationale Projekte. Das Beherrschen eines Statistik-Programms sei die Basis, um auch weitere erlernen zu können. Ein wirklich guter Umgang mit Excel sei ebenfalls unabdingbar.

Tipps der ArbeitgeberInnen (v.l.n.r.)

Gallup Institut - Michael Nitsche:
„Wir bilden hier nur einen sehr kleinen Teil an vielen Möglichkeiten ab, die Sie haben. Daher haben Sie keine Angst und seien Sie offen und mutig! Vieles ist im Wandel, gehen Sie auf Unternehmen zu und schauen Sie, was Sie persönlich interessiert. Sie haben mindestens gleich gute Voraussetzungen wie Wirtschafts-Studierende; die können sich nur vielleicht manchmal etwas besser verkaufen. Überall braucht es sozialwissenschaftliches Knowhow! Seien Sie offen für Ihre Möglichkeiten - Sie können die Welt mit Ihren Kompetenzen verändern.“

IFES - Eva Zeglovits:
„Geplante Berufskarrieren gelingen nur wenigen! Darum mein Tipp: Bleiben Sie offen und ergreifen Sie Ihre Chancen. Ich habe in meiner Karriere keinen einzigen meiner Schritte geplant und mir ist alles „irgendwie passiert“, heute bin ich Co-Teilhaberin eines Unternehmens.“

IHS - Martin Unger:
„Bewerbungsunterlagen sind professioneller geworden, aber auch standardisierter und dadurch langweilig. Auffallen ist wichtig und lassen Sie sich durch Absagen nicht verunsichern. Niemand passt zu allen Jobs.“

Statistik Austria - Josef Kytir:
„Menschen, die gut mit Daten umgehen können, haben am Arbeitsmarkt grundsätzlich kein Problem und werden gebraucht. Achten Sie darauf, Ihre Kompetenzen einbringen zu können, aber gleichzeitig auch eine zufriedenstellende Tätigkeit zu finden.“

Vizerektorin Christa Schnabl
„Sie sind mutig. Sie sind offen. Sie haben tolle Fertigkeiten und Kompetenzen erworben. Zeigen Sie, was Sie können! Sie haben unter Beweis gestellt, wie gut Sie komplexe Sachverhalte aufarbeiten, analysieren, begreifen und auch noch präsentieren können.“
 

 

Brunch & Pitch wurde von Uniport, dem Karriereservice der Universität Wien, in Kooperation mit der Fakultät für Sozialwissenschaften und der SPL Soziologie veranstaltet. Wir bedanken uns insbesondere bei Ulrike Zartler-Griessl für die engagierte Unterstützung im Vorfeld der Veranstaltung.



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