Aktuell schwimme ich auf einer YOLO Welle – in einen hoffentlich sicheren Hafen

Caroline Pöttinger JobTalk am 30. März 2020 Uniport

Caroline Pöttinger im Interview

Die Studienvertreterin I-BW, Caroline Pöttinger, ist zu Gast bei unserem JobTalk: Berufseinstieg - falsche Vorstellungen? am 30. März. Unternehmen und  Studierende stellen sich an diesem Abend gemeinsam der Frage, wie ein guter Berufseinstieg gelingen kann. Vorab haben wir die Studienvertreterin um ihre Einschätzung zum Thema gebeten:

Die Generation Y ist dafür bekannt Strukturen zu hinterfragen und die Arbeitswelt auf den Kopf zu stellen. Zwischen Yolo und Sicherheitsbedürfnis - wo positionierst du dich?

YOLO ist ein negativ konnotierter Begriff und wird mit Partyexzessen und Unvernunft assoziiert. YOLO ist für mich das Nutzen von einmaligen Chancen, sich für den Arbeitsmarkt oder für die Selbständigkeit zu qualifizieren. Wenn nicht jetzt, wann dann? Dazu gehört Mut. Es gibt Studierende mit mehreren Interessen, die sie neben Studium und Beruf nicht hinten anstellen möchten. Die Bereitschaft gegen den Strom zu schwimmen und einen ‚ungeraden‘ Lebenslauf vorzulegen steigt, geht aber (vielleicht) mit Abstrichen in Sachen ‚Jobsicherheit‘ einher. Aktuell schwimme ich auf einer YOLO Welle – in einen hoffentlich, voraussichtlich, sicheren Hafen.

Caroline Pöttinger JobTalk am 30. März Uniport

Ein Studium ist heute eine Jobgarantie mehr

Ein Studium geht heute nicht immer mit einer geradlinigen Karriere einher, und neue Generationen stellen nicht nur die Arbeitswelt sondern auch die Wirtschaft auf den Kopf. Gute Arbeitgeber*innen bieten beides: Sicherheit und die Möglichkeit einmalige Chancen zu nutzen, denn das suchen junge Absolvent*innen.

YOLO - man lebt nur einmal

Der Spruch ‚YOLO - man lebt nur einmal‘ wird meiner Ansicht nach damit verbunden, Dinge zu tun, die nicht vernünftig sind. Für mich als Studentin bedeutet es aktuell Chancen zu nutzen, die man später mit steigenden Verpflichtungen nicht so leicht wahrnehmen könnte: eine zusätzliche Ausbildung, eine weitere Sprache im Rahmen des Studiums lernen etc. Meine Generation ist einerseits dafür bekannt, sich nicht langfristig festzulegen, andererseits suchen viele auch hohe Jobsicherheit. Wir hinterfragen unsere Aufgaben, und schätzen einen fairen Arbeitsplatz. Es gibt leider für Absolvent*innen auch Jobs die keinerlei Sicherheitsbedürfnis befriedigen können.



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