Wie war Pitch Your Thesis?

Studierende der Kunstgeschichte pitchen ihre Masterarbeit potentiellen Arbeitgeber*innen

Am Donnerstag, 19. November hörten mehr als 80 Personen live zu, wie fünf Studierende ihre Masterarbeit potentiellen Arbeitgerber*innen pitchten. 

Die Albertina, das Bundesdenkmalamt sowie das Museum für angewandte Kunst sind für zahlreiche Absolvent*innen der Kunstgeschichte Trauminstitutionen für den Karrieresprung. Fünf Studierende hatten beim Event „Pitch Your Thesis“ die Chance ihren Forschungszweck in drei bis 4 Minuten Präsentationen dieser hochkarätigen Jury vorzustellen:

  • Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder, Generaldirektor der Albertina
  • Dr. Heinz Schödl, Verwaltungsdirektor des Bundesdenkmalamts
  • DDr. Christoph Thun-Hohenstein, Generaldirektor des MAK - Museum für angewandte Kunst

Du hast das Event verpasst?

Kein Problem! Du kannst die gesamte Veranstaltung hier nachschauen:


„Es gibt nur einen ersten Satz, sowie es nur einen ersten Aufschlag gibt. Und daher auch zuerst gesagt werden sollte.“

Pitch-Feedback von Klaus-Albrecht Schröder


Berufseinstieg für Jungakademiker*innen

Welche beruflichen Möglichkeiten haben Absolvent*innen der Kunstgeschichte in der Albertina, im MAK oder BDA? Diese zentrale Frage stellte Uniport-Moderator, Alexander Nagel, an die Jury. Die Antworten fielen unterschiedlich aus. Für Klaus Albrecht Schröder steht die fachliche Ausbildung nicht im Vordergrund, die Persönlichkeit ist entscheidend. Je nach Einsatzbereich in der Albertina ist das Persönlichkeitsprofil unterschiedlich. Christoph Thun-Hohenstein sieht den Anforderungsschwerpunkt im grenzübergreifendem Denken. Besonders der Blick in die Zukunft ist im MAK abteilungsübergreifend zu sehen. Anders als bei den Bundesmuseen ist das Bundesdenkmalamt eine Behörde, die auch als regionaler Apparat fungiert. Der Zugang zu den Objekten ist praxisorientiert und neben der fachlichen Ausbildung sind vor allem rhetorische Fähigkeiten wie Dialogführung zentral.

„Der Workflow des Bundesdenkmalamts ist nicht eingestellt oder geringer geworden – im Gegenteil!“

Heinz Schödl

Nicht den Mut verlieren!

Wie beeinflusst Corona die Zukunft in den jeweiligen Organisationen? Pitch Your Thesis endete mit einem positiven Aufruf. Klaus Albrecht Schröder erklärt, dass in der Geschichte der Museen Corona nur ein Wimpernschlag sei.

„Jeder findet einen Job. Die Frage ist, wie man die Zeit bis dahin nutzt und sich vorbereitet!“

Christoph Thun-Hohenstein

Drei Pitchrunden mit zahlreichem Feedback

Die Inhalte der Pitches waren vielfältig. In der ersten Runde präsentierte Tessa Evert die „Marken“-Strategie der futuristischen Künstler*innenbewegung während Philipp Pichler zur bevorstehenden Revision und Neubetrachtung des Seelsorgezentrums Steyr-Ennsleiten direkt das Bundesdenkmalamt ansprach. Die daran anschließende Feedback- und Diskussionsrunde seitens der potentiellen Arbeitgeber war individuell zugeschnitten, präzise und qualitativ wertvoll. Das war auch der Fall in der zweiten Pitchrunde, in der Anna-Marie Kroupová zu den Aktivitäten der Mánes, einer tschechisch Künstler*innenvereinigung, sprach und Daniel Tischler mit seiner beeindruckenden Radio-Sprecherstimme die zeichnerischen Verfahren von Francesco Borromini aufzeigte. In der letzten Pitchrunde widmete sich die Schweizerin Lucie Pia dem zeitgenössischen, amerikanischen Künstler Cameron Rowland, der sich mit rassistischen Strukturen auseinandersetzt.


Welche Arbeitgeber*innen waren dabei?

 

Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder
Generaldirektor der Albertina

 


 

Dr. Heinz Schödl
Verwaltungsdirektor des Bundesdenkmalamts

 




DDr. Christoph Thun-Hohenstein
Generaldirektor des MAK - Museum für angewandte Kunst

 

Wer waren die Pitcher?


Tessa Evert:
Die Marke Futurismus. Künstlerstrategien der italienischen Futuristen, 1910-1914
 



Philipp Pichler 
Ein Bezirk der Ordnung. Das Seelsorgezentrum Steyr-Ennsleiten: Revision und Neubetrachtung
 




Anna-Marie Kroupová
Exhibition Activities and Strategies of the Mánes Artist Association, 1898-1907



Daniel Tischler
Das Ganze zusammen sehen. Zu Francesco Borrominis zeichnerischem Verfahren der synoptischen Projektion
 



Lucie Pia
Freiheit als Eigentumsdelikt. Juridische Strukturen in Cameron Rowlands Praxis.
 

 



Ähnliche News

Beratung
15.06.2020 
Beratung
(Ausgebucht) Webinar: Pitch yourself!

(Ausgebucht) Webinar: Pitch yourself!

In diesem Webinar lernst du, wie du deinen Werdegang gut auf den Punkt bringst. So als würdest du in einem kurzen Gespräch im Fahrstuhl von dir erzählen.

Mehr
Uniport