Mein Sprung in das ABC der Kommunikation

Wie ich wurde, was ich bin

Ana Berlin - Karriere-Portrait bei Uniport

So vielfältig wie die AbsolventInnen der Uni Wien, sind auch ihre Wege ins Berufsleben. Gerade Umwege sind oft wertvoller als gedacht. Wohin führt es Uni Wien-AbsolventInnen? Wir fragen nach.


In Kooperation mit dem Institut für Kulturkonzepte

Ana Berlin, Kommunikations-Expertin und Unternehmerin, im Portrait:

Vor etwa sechs Jahren gründete ich meine Agentur A B C. Diese Entscheidung war das Ergebnis eines Prozesses mit vielen, wichtigen beruflichen Stationen. Gemeinsam mit meinem Team erledige ich seitdem die PR und Kommunikation für Architekten, Designer, Kunst- und Kulturinstitutionen.

PR ist eine sensible Angelegenheit

Zwei Aspekte kommen mir dabei besonders entgegen: PR ist immer eine sensible Angelegenheit, Operieren am offenen Herzen, Chefinnensache – was an die Presse kommuniziert wird und „in der Zeitung“ steht, hat Bedeutung. Das Zweite, das mich nach wie vor begeistert, ist das Unternehmerische. Mein Team zu motivieren, unser Tun immer wieder neu auszurichten. Viele unserer Kunden begleiten wir über Jahre, neue kommen dazu. Kommunikation ist heutzutage schnelllebig, im Wandel und für alle Vorhaben eine unumgängliche Notwendigkeit. Wir finden das wunderbar.

Beruflicher Etappenlauf

Ich studierte à la base Theater-, Film und Medienwissenschaften, sowie Politikwissenschaften an der Uni Wien und in Paris. Kürzere berufliche Etappen, wie eine Dramaturgie-Assistenz am Burgtheater, damals mit Ober-Dramaturg Hermann Beil oder im MAK Museum Angewandter Kunst mit und unter Peter Noever, waren ebenso prägend, wie frühe Förderer. Amer Abbas und sein Kunstbüro zähle ich hier ebenso dazu, wie den Galeristen Hubert Winter, der mir seine Galerieräume im ersten Bezirk für kuratorische Experimente für zwei Jahre zur Verfügung stellte. Ein zweites Mal führte mich mein Weg nach Frankreich, als ich im Auftrag des ÖAD als Lektorin an der Universite Paris IV – Sorbonne unterrichtete.


Was mich das Studium gelehrt hat

Das kompakte, verständliche Schreiben; Seminararbeiten am laufenden Band zu schreiben, bei denen man sich immer wieder, relativ flott in Fragestellungen reindenken musste und wesentliche Gedanken zu einem für andere nachvollziehbaren und schlüssigen Text verarbeitete, war ein gutes Training. Das kommt mir heute, beim Konzipieren von PR Texten, aber auch dem Aufbereiten von Konzepten zugute. Die Mittel der Recherche haben sich allerdings grundlegend verändert.


Zum Sprung bereit

Der Zertifikatskurs Kunst- und Kulturvermittlung von Andrea Zsutty am Institut für Kulturkonzepte war dann mein sanfter „Wiedereinstieg“ nach sechs Jahren Ausland. Der Kurs gab mir in vielerlei Hinsicht Ansporn und Motivation. Neben dem eigentlichen Lehrinhalt hatten dabei insbesondere die Möglichkeit zur Selbst-Reflexion, die Gruppendynamik und das „sich-Ausprobieren-können“ eine Qualität. Der Kurs gab mir Zeit, mich zu sammeln, zu überlegen, um dann „zum Sprung“ anzusetzen.


Umwege, die ich nicht missen möchte

Mein Erasmusjahr in Paris. Danach beendete ich mein Studium an der Uni Wien und ging abermals für mehrere Jahre beruflich nach Frankreich. Heute betreuen wir mit abc von Wien aus auch französische Kunden. Paris ist mir zweite Heimat geworden.


Mut für Neues

Fachgebiete zu vertiefen, Neues zu probieren, sich weiterzubilden und neue Wege zu gehen, scheint mir die erfrischende Konstante in unser aller Tun. Für uns als Agentur wünsche ich mir in den nächsten Jahren noch mehr Internationalität und mutige Klientinnen! Mehr zu unserer Arbeit erfährt man hier: anaberlin.com und for a daily dose @abc_vienna.



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