Dienstag 17. Oktober 2017
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Digitales Netzwerken - so gelingt's!

 

Über 400 Millionen Menschen sind registrierte Mitglieder des Sozialen Karrierenetzwerks „LinkedIn“. Das sind über 18 Prozent der gesamten Weltbevölkerung – Kinder, PensionistInnen und Naturvölker einberechnet – und macht die Plattform ohne Zweifel zur weltweit größten ihrer Art. Laut der Analyse-Website „Alexa“ gehört sie zudem zu den 20 meistbesuchten Internetseiten der Welt. Nur Facebook mit seinen 1,86 Mrd. aktiven NutzerInnen übertrumpft diese Zahlen bei weitem, wird aber dafür nur in Ausnahmefällen zur Pflege von Businesskontakten oder zum Knüpfen neuer geschäftlicher Verbindungen genutzt.

 

Auf der deutschsprachigen Plattform Xing hingegen tummeln sich über 11 Millionen Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Pflege beruflicher Kontakte und auf der Suche nach neuen Jobs und Herausforderungen. Als fortgeschrittene/r Studierender, AbsolventIn oder junge/r ArbeitnehmerIn wäre es beinahe fahrlässig, diese Möglichkeiten ungenutzt zu lassen. Wer sich frühzeitig ein Netzwerk an Kontakten aufgebaut hat, profitiert später bei der Jobsuche. Denn neben Personen, die im richtigen Moment passende Jobs zu vergeben haben, nutzen auch professionelle RecruiterInnen und HR-ManagerInnen großer Unternehmen die Plattformen, um nach Talenten Ausschau zu halten.

 

Wie kann ich Social-Media-Plattformen zur Bewerbung nützen?

 

Wenn du auf Jobsuche bist, sollest du im Internet Ordnung schaffen. Zukünftige ArbeitgeberInnen werden dich googlen, und was sie finden, sollte ihnen mindestens genauso gut gefallen wie deine Bewerbungsunterlagen. Das heißt, du musst deine Profile aufräumen, aktualisieren und die Privatsphäre-Einstellungen überprüfen. 

 

Was tun mit dem Facebook-Profil?

 

Wer Facebook privat verwendet, sollte sein Profil auch so privat wie möglich halten. Facebook ändert regelmäßig seine Privatsphäre-Einstellungen. Bevor du deine Bewerbung abschickst, prüfst du am besten noch einmal, ob sämtliche Urlaubs- und Partyfotos auch wirklich ausschließlich für enge Freunde sichtbar sind. Wenn du nicht „ausspioniert“ werden möchtest, kannst du zum Beispiel einen Spitznamen verwenden. Wichtig: Auch die individualisierte URL muss angepasst werden, um unauffindbar zu sein. Zu viel Professionalität auf einem privaten Profil wirkt aber auch unsympathisch: Statt eines Bewerbungsfotos verwende auf Facebook lieber ein authentisches Bild aus dem Privatleben. Falls Facebook überhaupt im Bewerbungsprozess herangezogen wird, kann sich das durchaus positiv auswirken. Wer sich auf eine Tätigkeit im Digital-Marketing-, Social-Media- oder PR-Bereich bewirbt, sollte aber auch auf Facebook auffindbar sein und sein Profil als Teil der Bewerbung nutzen. Hier kann es eine gute Taktik sein, sich ein privates (anonymisiertes) sowie ein berufliches Facebook-Profil zuzulegen und sich dort auch tatsächlich zu präsentieren. Gleiches gilt, wenn du beispielsweise einen Blog schreibst, der fachlich interessant für die Bewerbung ist. In der Grafikbranche kann zum Beispiel auch ein öffentlicher Instagram-Account gut in den Bewerbungsprozess passen.

 

Welches Online-Karrierenetzwerk passt zu mir?


Bei der Wahl deines Netzwerkes solltest du auf den Trend achten. In Österreich ist es momentan ausreichend, seine Daten auf LinkedIn und Xing zu pflegen. Beide Plattformen sind nach wie vor wichtig, sie schlagen passende Jobs vor, dienen zur Vernetzung und erleichtern Headhuntern die Arbeit. LinkedIn hat einen etwas moderneren und internationaleren Touch. Wichtig: Hat man mehrere Online-Profile, so muss man auch mehrere verwalten!

 

Wie lege ich mein Profil richtig an?

 

Schlimmer als gar kein Profil in einem Online-Karrierenetzwerk ist ein halb ausgefülltes und veraltetes Profil, in dem die wichtigsten Jobs und Infos fehlen: Das wirkt sich insofern nachteilig aus, als dass keine persönlich zugeschnittenen Jobangebote zugestellt werden können und man für zukünftige Arbeitgeber sowie Headhunter weniger gut auffindbar ist. Wenn man das Profil ausdruckt und es beinahe wie der eigene Lebenslauf aussieht, hat man alles richtig gemacht:

 

 

Wie nutze ich mein Online-Karrierenetzwerk optimal?


Social Media dient heutzutage nicht nur der Vernetzung, sondern auch der Information. Beschäftigt man sich regelmäßig mit beruflichen sozialen Netzwerken, so kann man hier auch einiges über Arbeitgeber erfahren und dies wiederrum im Bewerbungsprozess für sich nutzen. Netzwerken wird uns dadurch einfacher gemacht, und wenn man Glück hat, wird man auch über interessante Jobangebote informiert, ohne diese zu suchen. Das Suchen bleibt nebenbei natürlich nie aus, aber eine gute Präsenz auf beruflichen sozialen Netzwerken kann Vorteile im Bewerbungsprozess bringen.

 

Mag.a Tina Landreau ist Senior Recruiting Managerin bei Uniport.

tina.landreau@uniport.at

T: +43-1-4277-10090

 

Dieser Artikel erschien zuerst in RISE, dem Karrieremagazin für Studierende und Young Professionals der Universität Wien.

 

 

 

 

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