Montag 21. August 2017
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Welche Möglichkeiten habe ich mit meinem Studium?

 

Die meisten Studienrichtungen der Universität Wien, stehen nach dem Studium vor der Herausforderung, sich beruflich zu orientieren und keine klare Berufsbezeichnung zu haben. Oft bekommen wir in der Beratung das Feedback „Ich kann alles und nichts.“, aber wollen Sie auch alles machen? Wir empfehlen Ihnen sich über Ihr persönliches Profil klar zu werden. Zu reflektieren was Sie können und sich von Ihrem Job erwarten. Die meiste Zeit verbringen wir an unserem Arbeitsplatz, da ist es ganz natürlich, dass das was wir tun und die Umgebung auch zu uns passen und man sich wohlfühlt. Auch erwarten ArbeitgeberInnen von Ihnen, dass Sie sich über Ihr Profil im Klaren sind und es kommunizieren können, um im Bewerbungsprozess zu überzeugen.

Wie gehe ich mit meinen Schwächen im Bewerbungsprozess um?

 

Nobody is perfect! Jede/r hat Ecken und Kanten. Machen Sie am Beginn Ihres Bewerbungsprozesses einen persönlichen Kompetenzcheck und werden Sie sich über Ihre Stärken und Entwicklungsfelder bewusst. Persönlichkeitseigenschaften sind nicht bipolar und lassen sich in Stärken und Schwächen unterteilen, sondern haben mehrere Facetten. Als BerufseinsteigerIn wird es auch noch viele Kompetenzen geben, die Sie weiterentwickeln möchten. Letztendlich geht es um Ehrlichkeit und Authentizität. Es macht weder für Sie, noch für das Unternehmen Sinn, wenn Sie verheimlichen, dass Sie manche Dinge noch nicht so gut beherrschen oder eine Rolle annehmen, die sich vielleicht noch im Bewerbungsgespräch aufrecht  erhalten lässt, aber spätestens im Job wird es dann schwierig. Geht es letztendlich im Bewerbungsprozess darum ein passendes Matching zwischen der eigenen Person und dem Unternehmen zu erzielen. Wie bei einem Puzzlestück, gilt es zu schauen, wo man mit den eigenen Ecken, Kanten und Rundungen gut passt.

Wie flexibel und offen sollte ich bei der Jobsuche sein?

 

Die Frage ist, wie offen und flexibel können und wollen Sie sein? Passt jedes Unternehmen zu Ihnen bzw. passen Sie zu jedem Unternehmen? Bevor Sie sich bewerben, sollten Sie sich über Ihre Marke-ICH im Klaren sein. Das bedeutet, zu reflektieren: welche Wertvorstellungen und Interessen Sie haben; welche Stärken, Kompetenzen und Entwicklungsfelder Sie bei sich wahrnehmen und welche Anforderungen Sie an Ihren idealen Job stellen?Wo stehen Sie jetzt und wo wollen Sie hin? Definieren Sie Ihre beruflichen Ziele und setzen Sie Ihren Fokus, sonst verlieren Sie am Arbeitsmarkt schnell den Überblick

Wie gehe ich mit unzulässigen Fragen bei Bewerbungsgesprächen um?

 

Familienstand, Gesundheit, ihre finanzielle Situation, politische Gesinnung, Religionszugehörigkeit, all das sind Fragen und Inhalte, die in einem Bewerbungsgespräch eigentlich nichts verloren haben und arbeitsrechtlich unzulässig sind. Sollten Sie dennoch danach gefragt werden, dann dürften Sie sogar zu einer Lüge greifen. Idealerweise überlegen Sie sich schon im Vorfeld, wie Sie mit solch unzulässigen Fragen im Gespräch umgehen möchten.

Was darf ich in einem Bewerbungsgespräch auf keinen Fall sagen?

 

Es gibt keine richtigen bzw. falschen Antworten im Bewerbungsgespräch und im Prinzip darf alles gesagt werden, was Ihnen als BewerberIn wichtig und relevant erscheint. Wir empfehlen jedoch eine professionelle Vorbereitung. Informieren Sie sich im Vorfeld über das Unternehmen, überlegen Sie sich Fragen zur Position und bereiten Sie sich gut auf gängige Fragen und Themengebiete vor. Vor allem sollten Sie sich jene Punkte sehr gut durchdenken, auf die Sie lieber nicht angesprochen werden wollen. Ein Bewerbungsgespräch ist kein Polizeiverhör, sondern ein Kennenlerngespräch. Erst, wenn Sie sich selbst gut kennen und sich authentisch darstellen, sind Sie mit all Ihren Qualitäten für den/die ArbeitgeberIn wahrnehmbar. Denken Sie daran: Sie werden nicht jeden Ihrer Gesprächspartner in Ihrem Bewerbungsprozess zufrieden stellen können und es geht doch darum, dass auch Sie zufrieden sind.

Ist es sinnvoll so viele Bewerbungen wie möglich auszuschicken – nach dem Motto: Quantität vor Qualität?

 

Diese Frage ist mit einem klaren Nein zu beantworten. Massenbewerbungen kommen bei ArbeitgeberInnen meist nicht gut an. Hat man Erfahrung mit Bewerbungsunterlagen, dann ist sehr schnell zu erkennen, ob eine Bewerbung gut überlegt ist und individuell für die entsprechende Stelle verfasst wurde. Bewerbungsunterlagen sind schriftliche Kommunikation und diese sollte zum Gegenüber passen. Finden Sie heraus, wo es Sie tatsächlich beruflich hinzieht und legen Sie Ihren Fokus auf Bewerbungen in Ihrem Berufsfeld.

Muss ich alle Anforderungen in einer Ausschreibung erfüllen, damit es überhaupt Sinn macht, sich zu bewerben?

 

Stellenausschreibungen lesen sich oft so, als würde die rund um perfekte BewerberIn gesucht werden. Doch den/die gibt es nicht. Jede/r hat Ecken und Kanten, beherrscht manche Dinge besser als andere oder auch wenn alle fachlichen Qualifikationen erfüllt scheinen, stimmt vielleicht die Chemie zwischen Arbeitgeber und BewerberIn nicht. Häufig wird leider nicht reflektiert, ob das Jobprofil, wie es in der Stellenausschreibung kommuniziert wird, auch realistisch ist und von einer Person erfüllt werden kann. Deshalb sollte man sich als BewerberIn zuerst überlegen, ob man sich mit dem Unternehmen identifiziert, man motiviert ist die Position auszuüben und dann schauen, welche der erwarteten Anforderungen man erfüllt und in welcher Form. Wenn Sie etwa 60 – 70% erfüllen, ist das eine gute Ausgangslage für eine Bewerbung. Auf jeden Fall sollten Sie sich aber auch überlegen, wie Sie mit jenen Anforderungen umgehen, die Sie (noch) nicht erfüllen.

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