Gesucht: Chief Analysis Manager!

Was steckt hinter Jobtitel und wer bin ich?

So findest du dich im Dschungel der englischen Jobbezeichnungen zurecht!

Asset Manager, Junior Clerk oder Executive Assistent: Wo vor einigen Jahren noch deutsche Berufsbezeichnungen in Stellenausschreibungen standen, finden sich heute pompöse Anglizismen. Die Theorie dahinter ist gut: internationale Vergleichsmöglichkeiten, Aufwertungen stigmatisierter Berufe oder Inklusion durch genderneutralere Sprache. Bei der Jobsuche sorgen die englischen Bezeichnungen allerdings oft für Verwirrung oder gar Verunsicherung. Weißt du etwa, was sich hinter dem Beruf des Data Warehouse Analyst verbirgt?
Doch keine Sorge! In diesem Beitrag verraten wir dir Jobsuchstrategien, die dir helfen, Licht in die Dunkelheit der abstrakten Berufsbezeichnungen zu bringen.

Was ist eine Berufsbezeichnung, was ein Jobtitel?

Unter Berufsbezeichnungen versteht man die offizielle Betitelung eines Berufs in der Stellenausschreibung und später im Arbeitsvertrag. Auch wenn die jeweiligen Tätigkeitsbereiche natürlich variieren, geben Jobbezeichnungen einen ersten Eindruck, welche Aufgaben mit der Position einhergehen. Aber Achtung: Es existieren auch geschützte Berufsbezeichnungen wie zum Beispiel Ärztin bzw. Arzt, Apotheker*in oder Architekt*in. Wer diese ohne Berechtigung führt, macht sich sogar strafbar. Jobtitel hingegen – wie Chief, Head of, Associate, Senior oder Junior – geben Auskunft über die genaue Position innerhalb der Firmenhierarchie.

Prestige, Anerkennung & Aufwertung

Indem sich berufliche Weiterentwicklungen und Beförderungen in den imposant klingenden Etiketten widerspiegeln, können sie als Motivation für Mitarbeiter*innen wirken. Gleichsam bieten sie für Personalchefs – pardon: Human Ressource Director  – die Möglichkeit, Positionen optimal zu vermarkten. Berufsbezeichnungen hängen also eng mit Anerkennung zusammen. Deshalb wird mitunter versucht, Positionen, die gesellschaftlich als nicht-prestigeträchtig gelten, durch englische Neubezeichnungen aufzuwerten. Ein Beispiel ist die Änderung der Berufsbezeichnung für Putzmann bzw. Putzfrau zu Reinigungskraft, Raumpfleger*in oder Facility Manager*in. Problematisch ist allerdings, dass solche Neuetikettierungen eher als Deckmantel fungieren, denn die mangelnde Wertschätzung bleibt trotz ‚frischem Anstrich‘ weiterhin besteht. 

Was sind die skurrilsten Jobbezeichnungen?

Im Zuge dieser Aufwertungsversuche kommt es nicht selten zu bizarren Euphemismen. Doch Bezeichnungen, die nach exotischen, spektakulären Berufen klingen, entpuppen sich bei genauerer Betrachtung meist als völlig alltägliche, wie wir anhand einer Auswahl besonders skurriler Jobbezeichnungen aufzeigen möchten. Die eine oder andere wird dich mit Sicherheit zum Schmunzeln bringen:

  • Environment Improvement Technician – eine Reinigungskraft
  • Foot Health Gain Facilitator – ein*e Fußpfleger*in
  • Head of Verbal Communication – ein*e Chefsekretär*in
  • Knowledge Navigator – ein*e Lehrer*in
  • Master of Welcome – ein*e Rezeptionist*in
  • Petroleum Transfer Engineer – ein*e Tankwart*in
  • Revenue Protection Inspector – ein*e Fahrkartenkontrolleur*in
  • Technical Horticultural Maintenance Officer – ein*e Gärtner*in 

So findest du trotz abstrakter Jobbezeichnungen die passende Position!

Durch unsere Beratungstätigkeiten mit Studierenden und Absolvent*innen wissen wir, wie sehr die schillernden Jobbezeichnungen bzw. -titel speziell Berufseinsteiger*innen verunsichern können.
Aus diesem Grund raten wir dir, bei deiner Recherche in Jobportalen die Ergebnisse nicht primär nach Bezeichnungen zu filtern, sondern nach Aufgabenfeldern und Tätigkeiten. Frage dich hierbei: „Welche Fähigkeiten benötige ich für meine Wunschposition?“ und nutze diese als Suchkriterien. Insbesondere für Studierende bzw. Absolvent*innen von Studiengängen der Geistes- oder Kulturwissenschaften, an deren Enden keine Karriere nach ‚Schema F‘ stehen, ist das empfehlenswert; möglicherweise stolperst du so über Positionen, die du zuvor gar nicht auf dem Schirm hattest.

Gleiches bietet sich auch für Karrierenetzwerke wie LinkedIn, XING & Co an: Definiere für dein Profil positionsrelevante Keywords, denn über diese suchen Arbeitgeber*innen gezielt nach geeigneten Bewerber*innen. Hierbei spielt die Vernetzung mit passenden Zielunternehmen bzw. Zielbranchen eine ebenso wichtige Rolle wie die optimale Selbstvermarktung bzw. Selbstpräsentation über dein Nutzerprofil. Du kannst dich bei der Suche nach Schlüsselwörtern oder Tätigkeitsfeldern deiner Wunschposition auch durch die Profile von Personen inspirieren lassen, die bereits dort arbeiten, wo du gerne hinmöchtest. Auf diese Weise spezifizierst du dein Nutzerprofil und erhöhst gleichzeitig die Chance, von potenziellen Arbeitgeber*innen gefunden zu werden. Eine weitere Möglichkeit ist, nach Jobbezeichnungen von Absolvent*innen deiner Studienrichtung zu recherchieren, um eine bestmögliche Vorstellung der jeweiligen Aufgabenbereiche zu bekommen und auf neue, für dich passende Positionen zu stoßen.

Konkrete Angebote von Uniport, die dich bei der Jobfindung unterstützen!

Bei der Entwicklung deiner Marke-ICH, kann dich unser GPOP-Persönlichkeitstest unterstützen, etwa um zu eruieren, welche Stärken und Ressourcen dich einzigartig machen. Du bist nicht nur mit den Jobtitel überfordert - du stehst vor der Frage, in welche berufliche Richtung du dich nach deinem Studium entwickeln möchtest? Seit kurzem bieten wir bei Uniport auch einen Berufswahl-Test an. Erfahre hier mehr zum AIST-3

Da du nun weißt, wie du Berufsbezeichnungen ihre Abstraktion nehmen kannst und so Karriereportale optimal nutzen kannst, schau doch auch auf unserer Jobbörse vorbei. Egal ob Legal Advisor, Frontend Software Developer, Cloud Sales Consultant oder Brand Retail Logistics Executive –  für dich ist bestimmt etwas Passendes dabei!



Blogbeitrag von Claudia Zellinger 

„Front-Office-Assistant“ oder einfach: Terminkoordinatorin am anderen Ende des Beratungstelefons bei Uniport. Prüft in ihrer Nebentätigkeit als freiberufliche Lektorin Texte lieber, als diese selbst zu verfassen. Ausnahmen macht sie bei Themen, die sie persönlich beschäftigen



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