Hobbies und Sprachen im CV

Tipps einer Recruiterin

Als Recruiterin habe ich täglich Bewerbungen in meinem Postfach – von Studierenden und Absolvent*innen aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen mit einer großen Breite an Berufswünschen und Karrierezielen.

Aus unserer Reihe Tipps einer Recruiterin findest du hier Anregungen zu Hobbys und Sprachen im CV, die ich häufig weitergebe:

Private Freizeitaktivitäten im CV angeben – Ja oder Nein?

„Sind meine privaten Interessen für das Unternehmen, bei dem ich mich bewerbe, interessant?“ Häufig wird mir diese Frage gestellt. Meine Antwort: Überlege genau, was deine Freizeitaktivitäten über dich aussagen und ob sie SoftSkills unterstreichen, die mit deinen beruflichen Zielen zusammenpassen. Du beschreibst dich im Motivationsschreiben als stets engagiert und hast das nötige Maß an Selbstdisziplin? Das kann man mit Sicherheit auch an deinen Freizeitaktivitäten erkennen. Du bewirbst dich für eine Position in einem Team mit viel Eigenverantwortung? Dann lass‘ das Unternehmen ruhig wissen, dass du jahrelang in einer Fußballmannschaft gespielt hast und sogar einmal Kapitän*in warst – das zeugt von deinen sozialen Kompetenzen, die du auch im Job brauchen wirst. Anhand deiner Freizeitaktivitäten kannst du auch dein Durchhaltevermögen unter Beweis stellen. Wirf‘ außerdem in jedem Fall einen Blick auf die Website deines Wunschnehmens. Dort erhältst du einen ersten Eindruck davon, wie Teamkultur gelebt wird und oft gibt es eine eigene Rubrik, in der sich die Mitarbeiter*innen kurz vorstellen. Je nachdem, wie ausführlich diese ist, kannst du evtl. auch daraus schließen, ob deine Freizeitaktivitäten für deine Bewerbung interessant sind oder nicht, denn es gilt: Private Interessen im CV? Das ist „Geschmacksache“ der HR-Abteilung!
 

'Englisch in Wort und Schrift' – Wie gebe ich meine Sprachkenntnisse richtig an?

Sprachkenntnisse anzugeben ist immer sinnvoll, auch wenn du die jeweilige Sprache (noch) nicht fließend beherrschst. Doch wie gibt man das Niveau einer Sprache richtig an? „Englisch in Wort und Schrift“ lese ich in Bewerbungen immer wieder – das sagt jedoch leider nichts über deine Sprachkompetenz aus. Am besten du orientierst dich am Europäischen Referenzrahmen für Sprachen, um das Niveau deiner Sprachkenntnisse richtig einzuordnen. Falls du sogar ein Zertifikat hast, ist das auf jeden Fall anzugeben.


Viel Erfolg bei deiner Bewerbung! 




Marlene Prenzel
Marketing & Recuriting

 

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